Gesetzesänderung in Kraft getreten

Ein Basis-Konto für Jedermann

Jeder kann neuerdings ein „Basis-Konto“ eröffnen. Es handelt sich um ein Guthabenkonto, das man nicht überziehen darf. Am 11. April 2016 hat der Bundestag ein Gesetz erlassen, wodurch die Kreditunternehmen verpflichtet werden, Voraussetzungen zu schaffen, dass...

...jedermann (natürlich auch jede Frau) ein Basis-Girokonto bei einem Kreditunternehmen eröffnen kann. Kontoführungsgebühren können erhoben werden.

Es muss ein Verbraucher-Konto sein, also kein Geschäftskonto; die Geldüberweisungen müssen in Euro erfolgen; Überziehungen sind, wie gesagt, nicht zulässig und das Konto muss bestimmte grundlegende Funktionen bieten, darum auch „Basiskonto“: Bareinzahlungen und Barauszahlungen sind gestattet; Auszahlungen am Automaten auch mit einer Karte, die wegen des Überziehungsverbotes aber keine Kreditkarte ist. Überweisungen, Lastschriften und Daueraufträge werden ausgeführt, ebenso das Online-Banking, wenn das zum Leistungsprofil des Kreditunternehmens gehört. Eine Schufa-Abfrage erfolgt in jedem Fall, doch wird das Konto auch bei negativer Auskunft eingerichtet.

Und auf besonderen Antrag kann das Konto auch als Pfändungsschutzkonto geführt werden. Dieser Antrag ist an das Kreditinstitut zu richten, das verpflichtet ist, das beantragte Pfändungsschutzkonto („P-Konto“) einzurichten, damit ein darauf befindliches Guthaben bis zur Höhe des Pfändungsfreibetrages, der sich aus der Pfändungstabelle für 2017 ergibt, vor einer Zwangsvollstreckung geschützt ist.